Politikbeobachtungen aus Europa

5,7 Millionen für die Autobranche in der Steiermark (Foto: Kurt F. Domnik

5,7 Millionen für die Autobranche in der Steiermark (Foto: Kurt F. Domnik

Am Mittwoch entscheiden die EU-Parlamentarier, ob die Steiermark 5,7 Millionen Euro aus dem Globalisierungsfond erhält oder nicht. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Automobilbranche besonders hart getroffen. Allein in der Steiermark verloren 744 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Automobilbranche ihren Job. Für 400 scheint jetzt zumindest eine kleine Hilfe in Sicht. Denn das Parlament wird sehr wahrscheinlich dem Antrag Österreichs auf eine Hilfe von 5,705 Millionen Euro zustimmen; damit erhalten die entlassenen Beschäftigten Unterstützung bei Fort- und Weiterbildung und bei der Arbeitssuche.

Österreich ist vom Exportrückgang in der Automobilbranche besonders betroffen. Der PKW Export nahm um fast 60% ab. Durch die enge Verflechtung zwischen Zulieferern und Herstellern führt dieser Einbruch zu extremen Belastungen auf dem Arbeitsmarkt. Die geringe Diversifizierung der Zulieferfirmen verschärft diese Tendenz zusätzlich. Neben der Steiermark sollen auch Schweden und die Niederlande Gelder erhalten. 9,8 Millionen sollen für die ehemaligen Mitarbeiter des schwedischen Autokonzern Volvo sowie 23 Zulieferern bereitgestellt werden.

Die EU-Kommission sieht in den Maßnahmen einen starken Beitrag zur Abfederung der Finanzkrise.

Update: Das EU-Parlament hat mit einer überwältigenden Mehrheit von 531 Stimmen den Weg für das Geld frei gemacht.

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